Vielleicht sollte nochmal flächendeckend in eine Infokampagne für Autofahrer zur StVo bzgl. freiwilliger und vorgeschriebener Radwegnutzung investiert werden, damit der hupende Hilfssherrif endlich der Vergangenheit angehört.
Schallschutz Strassenverkehrszulassungsordnung
Motorradfahren auch in grossen Gruppen ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung im Kieler Umland und dort natürlich besonders auf den Nebenstrassen, die auch Fahrradfahrer gerne benutzen. Leider gibt es unter den Fahrern von Kultmotorädern einige. die Radfahrer gerne teilhaben lassen, wie laut ihre Maschine in 1 Meter Abstand werden kann, z.B. durch Bremsen auf 20kmh und Vollgasgeben neben dem Radfahrer.
Die Strassenverkehrszulassungsordnung sollte so angepasst werden, dass auch in solchen Situationen keine Gesundheitsgefährdung durch Schall erreicht wird.
Beleuchtung B 503
Eine Radwegbeleuchtung zwischen Holtenau und Altenholz auf der Westseite (Esso Tankstelle)
wäre hilfreich.
Anpassung des Bußgeldkatalogs
In Großstädten wie Kiel ist der öffentliche Straßenraum begrenzt. Der Motorisierte Individualverkehr nimmt, besonders als ruhender Verkehr, einen Großteil dieses Raums ein.
Durch das Halten oder Parken in zweiter Reihe, in Kreuzungsbereichen, auf Fußwegen, Radwegen oder Radfahrstreifen werden Fußgänger und Radfahrer dauerhaft behindert oder sogar gefährdet. Dabei herrscht überwiegend die Meinung vor, dabei handele es sich um ein Kavaliersdelikt.
Die Bußgeldkatalog-Verordnung in ihrer derzeitigen Fassung unterstreicht diese Ignoranz:
So liegen die Bußgelder zur Ahnung derartiger Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung zumeist in einer Höhe von nur 10 – 35 €. Eine Eintragung in das Fahreignungsregister („Punkte in Flensburg“) erfolgt erst ab einer Bußgeldhöhe von 55 €. Um diese „zu erreichen“ müsste man z.B. in einer Feuerwehrzufahrt parken und dabei auch noch Rettungsfahrzeuge im Einsatz behindern.
Im europäischen Ausland liegen die Bußgelder meist um ein Vielfaches höher. Eine drastische Erhöhung der Bußgelder für Vergehen gegen die deutsche Straßenverkehrsordnung, die potenziell dazu geeignet sind, andere zu behindern oder zu gefährden (z.B. das Halten oder Parken auf einem Radweg) ist dringend überfällig. Eine solche Erhöhung dient hoffentlich auch dazu, dass die Ordnungsbehörden entsprechende Verstöße mit höherem Nachdruck verfolgen als es zur Zeit leider der Fall ist.
Radwege auf dem Ostufer
Der Bereich Preetzerstraße, Räucherrei. Radfahrwege sind beidseitig sehr sanierungsbedürftig. Die Baumwurzeln haben den Asphalt hochgedrückt. Außerdem ist dieser sehr schmal.
Es wäre auch mal gut, wenn die Radwege in regelmäßigen Abständen auch mal gereinigt werden. Beispiel: B76- Richtung Kiel( gegenüber von Hotel Reiners), liegt noch der Streusand vom letzten Winter!!
Eine weiter Radstation im Altstadtbereich wäre sehr vorteilhaft.
Kennzeichnung und Bauweise
Radwege sollten stets in roter Farbe und aus Asphalt sein. Dies erhöht die Sichtbarkeit der Radwege und grenzt sie besser ab, auch für sehbehinderte Personen kann dieser Kontrast erkennbar sein, anders als das grau neben grau. Die Bauweise aus Betonsteinen sollte nicht mehr angewandt werden, sie verlangsamen den Radverkehr und sind anfällig gegenüber Wurzeln etc. Eine vernünftige Asphaltdecke dagegen nicht.
Wege in die Stadt
Wenn Sie die Fahrradsituation in Kiel verbessern wollen, dann ist es nötig, nicht nur die innerstädtischen Fahrradwege und die Velorouten voranzubringen, sondern auch die Zuwege in die Stadt. So gibt es beispielsweise entlang der B 404 bestens ausgebaute Fahrradwege, die aber beim Eintritt in die Stadt (Meimersdorf) so wenig fortgeführt sind, dass kein Pendler aus dieser Richtung mit dem Fahrrad / E-Bike fährt. Dabei erstickt die Strecke morgens und abends im Verkehr.
Wir sind ein Haushalt mit sechs Personen, die in Kiel zur Schule gehen, studieren oder arbeiten. Alle würden mit dem Fahrrad fahren, wenn die Wegeführung / Anbindung besser wäre.
Der ÖPNV funktioniert hier übrigens auch nicht, da die Busse so voll sind, dass sie morgens an den Wartenden an der Bushaltestelle einfach vorbeifahren (müssen). So ist eine Planbarkeit der Fahrten zur Schule etc. nicht gegeben und wir fahren mehrfach am Tag mit dem PKW in die Stadt und aus der Stadt. Dies ist nicht nur ökologisch sondern auch ökonimisch Wahnsinn, der nahezu allein dadurch zustande kommt, dass man das autobahnartige Zwischenstück bei Meimersdorf nur als reine Autostrecke gestaltet hat. Hier wäre mit einem separaten, abgeteilten Streifen leicht Abhilfe zu schaffen – wenn man denn wollte. Mit einem niedrigeren Verkehrsaufkommen wäre auch die Feinstaubbelastung gerade in Gaarden-Süd reduzierbar.
Unübersichtliche Kreuzungen und Ampelschaltungen vermeiden.
Den Radfahrer*innen einige Sekunden längere Grünphasen an Ampeln zu gewähren als den zu Fuß gehenden ist eigentlich ein netter Gedanke. Leider führt das aber dazu, dass abbiegende Autofahrer*innen, die nur die auf rot umschaltende Fußgängerampel sehen können, losfahren, während die Fahrradfahrenden in vollem Tempo auf die Straße zufahren, da sie noch die Fahrrad-Grünphase mitnehmen möchten. Besonders gefährlich ist die Situation, wenn man entlang der Eckerförderstraße fahrend die Möllingstraße überquert, da dort die Sicht von der Straße auf den Radweg zusätzlich sehr schlecht ist und man fast täglich „Beinahe-Zusammenstöße“ erlebt.
Wünschenswert wäre hier eine übersichtlichere Ampelschaltung, klare Hinweise für Autos und/oder die Möglichkeit, von der Straße aus, den Fahrradweg gut sehen zu können.
Haltestelle Immelmannstraße/ Holtenauer Hochbrücke
Masterplan Fahrradverkehr Kiel: Kiellinie
Auf der Kiellinie zwischen Bellevue und Marinestützpunkt sollten die Radfahrenden Richtung Süden auf der Straße fahren, bestenfalls auch die Richtung Norden. Dazu sollte es eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h geben. So würde es zu weniger Konflikten auf dem Rad- und Gehweg am Wasser kommen und die Aufenthaltsqualität für Fußgänger deutlich erhöhen. Radfahrende sollten auf der Straße sehr breite Schutzstreifen bekommen, oder besser, eine Fahrradstraße, in der sie Vorrang vor dem IV haben. Da auf diesem Abschnitt kein ÖPNV unterwegs ist, wäre dieser nicht beeinträchtigt. Die Lärmreduzierung und die niedrigere Geschwindigkeit würden zudem für eine höhere Aufenthaltsqualität für Touristen, Sporttreibende und andere Personen darstellen.