Man sollte die Verkehrsführung in der stark von Radfahrenden frequentierten Olshausenstraße ändern. Von den zwei Fahrbahnen sollte eine nur für den Radverkehr sein, die andere nur für den IV. So wären Radfahrende getrennt von Bussen/Autos unterwegs. Radfahrende hätten so zudem ausreichend Platz und wären nicht zwischen fahrenden und parkenden Autos unterwegs. Die „alten“ Radwege sollten – je nach Bedarf – den Fußgängern zugeschlagen oder zu Rasenfläche umgestaltet werden.
Fähren
Die KVG nimmt keine Lastenfahräder auf den Fähren mit. Aus Versicherungstechnischen Gründen. Selbst frühmorgens ohne überhaupt irgendein anderes Fahrrad an Bord wurde ich stehen gelassen. Vielleicht könnte man für Berufspendler morgens diese Regelung lockern. Und ich meine nicht schwere Dreiräder, die für die Rampen zu Breit sind. Die Fähre über den NOK sollte auf Strom-Katamaran umgestellt werden, der eine eigene Solaranlage trägt.
Mehr Platz für Fahrräder, und weniger Verbrauch durch 2 Rumpf Konzept.
Geschwindigkeitsbegrenzungen
Zone 30km/h generell in Wohngebieten einführen, was zu einer Beruhigung des Verkehrs dort beitragen dürfte ebenso wie Tempo 80km/h auf allen Landstraßen; 100km/h nur noch auf Bundesstraßen, die dann aber mit separatem Radweg aufgebaut werden müssten. Eine Verkehrswestenpflicht für alle Zweiradfahrer/innen könnte deren Sichtbarkeit erhöhen. Wenn räumlich möglich könnten Fahrrad- und Fußwege in den Städten deutlich ausgebaut und deutlich sichtbaren getrennt werden. Verkehrsschulung im Unterricht der Grundschulen verbindlich von professionellen Verkehrslehrkräften durchführen lassen und nicht so nebenbei von der Klassenlehrkraft.
Ampelphasen
Mit fiel auf, dass die Ampelphasen für Fahrradfahrer oft ungünstig sind (z.B. Saarbrückenstr./Westring). Daher schlage ich vor, sie so zu gestalten, dass man in einem Rutsch über die Straße kommt.
Zu schmal
Die Fahrradwege in Kiel sind oft zu schmal (z.B. Knooper Weg) und sollten breiter werden.
Radweg Kronshagener Weg
Der Radweg im Kronshagener Weg hört am Krankenhaus einfach auf. Das sollte geändert werden.
Reinigung der Radwege und Winterdienst
Für die Annahme der Radwege auch im Winter ist aus meiner Sicht eine verbesserte Reinigung (insbesondere von Blättern im Herbst und die Räumung im Winter) wichtig. Insbesondere für die Annahme der neuen Veloroute 10 ist es aus meiner Sicht entscheidend, dies von Anfang an sicherzustellen.
Bessere Kontrolle von Fahrradstreifen
Fahrradstreifen sind an sich nicht wirklich ideal, da sich der Radfahrer direkt in der Autotürzone und neben fahrenden Autos befindet (spontanes Ausweichen oft nicht möglich). Allerdings ist an Straßen wie dem Knooper Weg ein geschützter Radweg ohne großflächigen Umbau wohl nicht einzurichten. Auf den Straßen wird der Fahrradstreifen aber zusätzlich oft von den Autofahrern als „Kurzzeit“ oder auch nicht so Kurzzeit-Haltestreifen genutzt um kurz zum Dönermann oder der Eisdiele zu gehen. Hier wünsche ich mir stärkere Kontrollen. Eine bauliche Trennung durch kleine Gummipoller ist ja leider nicht möglich, da wenn man doch wegen einer Autotür ausweichen muss sonst dafür kein Weg bliebe.
Fahrradstraßen und reine Radwege
Ich habe gleich zwei grundlegende Anregungen.
Erstens: mir scheint, dass das Problem, was verhindert, dass die Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmer möglichst zufriedenstellend ist, liegt vor allem in den mangelnden Perspektivwechseln der Gestalter. Das in meinen Augen beste Beispiel dafür ist der reine Radweg an der nordwestlichen Seite des Wilhelmplatzes sowie im weiteren Verlauf die Umrundung des Schrevenparks. Diese eigentlich perfekte und viel befahrene Strecke scheitert in ihrer Umsetzung daran, dass nicht die Perspektive eines Fußgängers eingenommen wurde, dessen Selbstverständnis es ist, dass alle Wege, die nicht Straße ist, auch Fußgängern zugänglich sind. Das führt dann dazu, dass sich Fußgänger und Radfahrer in die Quere kommen. Der gleiche Planungsfehler führte dann im letzten Jahr zu der dann schon für drei Verkehrsparteien ärgerlichen Änderung am Schrevenpark in Höhe des Castellos.
Zweitens sind meines Erachtens die in Kiel scheinbar sehr populären Fahrradstraßen nichts als Augenwischerei. Der Gewinn auf dem Papier einer Straße gleich einer Fußgängerzone nur für Radfahrer verpufft im Alltag gänzlich, da auch hier wieder nicht die unterschiedlichen Perspektiven beachtet werden. Der Autofahrer geht dabei natürlich davon aus, dass die Straße sein Bereich ist. Sicherheit, die für den Radfahrer auf einer solchen Straße eigentlich selbstverständlich sein sollte, stellt sich daher nicht ein, schon gar nicht mit kleinen Kindern. Darüber hinaus verpufft der Effekt eine r Fahrradstraße auch in dem Moment, wo zu viele Autos die Straße befahren, da dies zu Verkehrschaos führt und ein stehendes Auto ist leider nach wie vor ein Hindernis. Beste Beispiele sind die Gerhardstraße, die Hansastraße sowie die Langenbeckstraße.
Unter Perspektivwechsel fielen auch Überlegungen über Fahrbahnbelag und Beschilderung.
Verkehrsführung: Bushaltestellen
Ich hatte vor kurzem einen Unfall in Kiel, weil am Fuß eines Hügels eine Bushaltestelle war und ansonsten nur eine weitere schmale Spur. Der Busfahrer fuhr kurz vor mir in die Spur in welcher die Haltestelle sich befand. Es sollte also durchgehende unabhängige Fahrradwege und auch Möglichkeiten ungestört an solchen kritischen Stellen vorbeizukommen. Beispielsweise durch eine kleine Mittelspur extra für die Radfahrer, damit sie kurz vor der Haltestelle vom rechten Rand ausscheren können.